Der Blick zurück auf das Gestern von morgen: Heute (Wahrheit oder Vision)

Aktualisiert: 25. Apr 2020

Es ist der Moment, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Tiefenkrisen nennt das die Zukunftsforschung. Genau das durchlebten wir derzeit. “Die Welt wie wir sie kennen, löst sich gerade vor unseren Augen auf” (Zitat Horx).


Wann ist Corona denn vorbei und alles wird wieder normal?

Die Antwort wird sein: “Niemals”


Es ist September 2020. Die Krise ist vorbei. Menschen sitzen in den Straßencafés und trinken Wein. Alles scheint wie früher. Und doch gibt es gravierende Unterschiede, die eine neue Zukunft formen: “Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zur Vereinsamung geführt haben. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre werden wir erleichtert sein, dass es auf den unzähligen Kommunikations-kanälen, die wir bedienen mussten, etwas ruhiger wurde”. Verzichte müssten nicht unbedingt Verluste bedeuten. Im Gegenteil. “Es ist so ähnlich wie beim Intervallfasten”, zieht Horx einen Vergleich. Danach schmecke das Essen besser, intensiver. Paradoxerweise erzeuge die körperliche Distanz, zu der uns das Virus gezwungen hat, gleichzeitig eine neue Nähe. Wir telefonierten länger, öfter und intensiver mit Freunden, hörten mehr zu, Bindungen wurden neu gestärkt. Auch die Beziehungen zu unseren Nachbarn haben sich großteils verändert, gebessert. Man ist zusammengerückt.


Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Tele- und Videokonferenzen in den Alltag integrieren, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten. Der Business-Flieger war doch besser. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Homeoffice wurde für viele zur Selbstverständlichkeit.


Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, machen plötzlich Spaziergänge. Auch junge. Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult. Der ganze Trivia-Trash, der unendliche Seelenmüll, der durch alle Kanäle strömte, verschwindet nicht völlig, aber er verlor rasend an Wert. Corona vollzieht einen Wertewandel.


Wir werden uns wundern, dass schließlich doch schon im Sommer Medikamente gefunden wurden, die die Überlebensrate erhöhten. Dadurch wurden die Todesraten gesenkt und Corona wurde zu einem Virus, mit dem wir eben umgehen mussten – ähnlich wie die Grippe und die vielen anderen Krankheiten. Die Veränderung sozialer Verhaltensformen war das Entscheidende Kriterium. Dass Menschen trotz radikaler Einschränkungen solidarisch und konstruktiv bleiben konnten, gab den Ausschlag. Wir werden staunen, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus tatsächlich entstanden ist.


Wir werden uns wundern, wie weit die Ökonomie schrumpfen konnte, ohne dass so etwas wie »Zusammenbruch« tatsächlich passierte, der vorher bei jeder noch so kleinen Steuererhöhung und jedem staatlichen Eingriff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Konjunktureinbruch und einen Börseneinbruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleitegingen, schrumpften oder in etwas völlig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als sei Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann.


System reset. Cool down! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft


Heute im Herbst gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die globale Just-in-Time-Produktion mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich selbst überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert. Überall in den Produktionen und Service-Einrichtungen wachsen wieder Zwischenlager, Depots, Reserven. Ortsnahe Produktionen boomen, Netzwerke werden lokalisiert, das Handwerk erlebt eine Renaissance. Das Global-System driftet in Richtung GloKALisierung: Lokalisierung des Globalen.

Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO2-Ausstoß der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.


Quelle: quer.tirol I Bericht über Matthias Horx, Zukunftsforscher


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