Powerhouse Kjørbo – Eine Investition in die Zukunft

Aktualisiert: 25. Apr 2020

Norwegen hat einige Energiewunder: Geniale Idee, die Powerhouses, so werden nach und nach Gebäude zu Kraftwerken

Lange Zeit galten die Passivhäuser als das Nonplusultra in Sachen Energie. Diese benötigen auf Grund ihrer guten Wärmedämmung keine Heizung im herkömmlichen Sinn. Abgelöst wurden diese vom Nullenergiehaus, dessen jährliche Energiebilanz ausgeglichen ist. Ein neuer Trend geht nun noch weiter, hin zum Plusenergiehaus. Dieses produziert alle notwendige Energie selbst und dient zudem noch als kleines Kraftwerk.

Nicht eingerechnet wird in die Bilanz der deutschen Plusenergiehäuser jedoch der Primärenergiebedarf, der für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung der Baustoffe des Hauses benötigt wird.

Der norwegische Verband Powerhouse, eine Zusammenarbeit der aus verschiedenen Bereichen stammenden Unternehmen Entra, Skanska, Snøhetta, Hydro, Sapa, Zero und Asplan Viak, geht da noch einen Schritt weiter und strebt eine positive Gesamtbilanz über die Dauer der angenommenen Lebenszeit des Hauses von 60 Jahren an. “Es ist also ein Projekt mit Visionen und mit Zukunft“.

Eines von zwei „Powerhäusern“ steht in Kjørbo bei Sandvika , einem Vorort von Oslo. Hier wurde ein aus den 1980er Jahren stammendes Bürogebäude modern und energiebewusst umgestaltet.

Grundsätzlich wäre es möglich gewesen, das Haus auch abzureißen. Ziel war es jedoch, zu zeigen, dass auch alte Gebäude energieeffizient umgebaut werden können. Dabei war es dem berühmten Architekturbüro Snøhetta, das hinter dem Entwurf steht, wichtig, dass das Wohlbefinden der Nutzer nicht zu kurz kommt. So ist es auch möglich die Fenster zu öffnen und zu lüften, ohne dass dies den Wärmekreislauf negativ beeinträchtigt.


Das Unternehmernetzwerk Powerhouse hat sich darauf spezialisiert, Gebäude zu errichten, die einen Überschuss an Energie erzeugen. Sie versorgen nicht nur ihre eigenen elektrischen Anlagen mit Strom, sondern auch benachbarte Immobilien, Autos, Boote und auch Busse und vieles mehr. Vier bewohnbare Kraftwerke stehen schon, weitere befinden sich in Planung.


Auch die Renovierung eines Gebäudes aus den 80-zigern Jahren gebaut, gelang einfach nur perfekt!

Brattørkaia lautet der Name eines Bürogebäudes in der Stadt Trondheim, das im Durchschnitt doppelt so viel Energie produzieren kann, wie es selbst verbraucht. Ungefähr ca. 40% sämtlicher Kohlenstoffemissionen der Welt stammen von Immobilien aller Art.

"Brattørkaia trägt nicht dazu bei". Das Unternehmernetzwerk Powerhouse hat nicht nur das Brattørkaia konzipiert und errichtet, sondern auch eine Schule in Drøbak und ein Wohngebäude, das der »Grüne Diamant« genannt wird. Außerdem gelang die Renovierung eines 80’er-Jahre-Bürogebäudes in der Nähe von Oslo.

Ein Beweis dafür, dass auch Bestandsimmobilien durch gezielte Eingriffe zukunftsfähig werden können. Ein Hotel namens »SVART« steht als Nächstes auf der Liste, doch dieses hat das Entwicklungsstadium noch nicht verlassen.

Brattørkaia verfügt über eine Klimatisierung mit Meerwasser!

Die Bauarbeiten an diesen Vorzeigeprojekt Brattørkaia waren 2019 beendet, im Sommer durften sogar die ersten Mieter ihre neuen Räumlichkeiten beziehen. Es gehört jetzt zu den umweltfreundlichsten Häusern in Norwegen überhaupt und gleicht sogar den gesamten Energieverbrauch für die Herstellung der Baumaterialien, die Errichtung sowie den hier mit berücksichtigtem Abrisse locker aus. Die Sonnenkollektoren nehmen eine Gesamtfläche von ca. 2.000 Quadratmeter Dachfläche und ca. 500 Quadratmeter der Fassadenfläche ein. Daneben verfügt das Gebäude auch über eine Meerwasserwärmepumpe. Das Meerwasser sorgt nicht nur dafür, dass es im Winter schön warm im Inneren der Immobilie wird, sondern es dient gleich auch verlässlich der sommerlichen Klimatisierung.

Das Gebäude wurde höher als ursprünglich erlaubt

Die Planung eines AktivHauses wie diesem umfasst sehr viel mehr als »nur« die Energieoptimierung. Natürlich sollte auch optisch, akustisch und klimatisch dieses Gebäude auf dem neusten Stand sein, und dabei darf es auch an der intelligenten Lichtsteuerung nicht scheitern. Um einige der Sonnenkollektoren zu optimieren, musste die Dachneigung etwas geändert werden, die beim Brattørkaia jetzt etwas größer ausfallen sind, damit wurde das Gebäude höher als eigentlich im Bebauungsplan vorgesehen war: Die Behörden stellten nach langem Hin und her, auf Antrag eine Sondergenehmigung aus. Das war nur eine der Hürden, auf einem langen Weg – aber auch hier findet sich in Norwegen schnell, für jedes Problem eine Sonderlösung.

Erstes Powerhouse-Hotel in Norwegen geplant!

Umgeben von herrlicher Natur - Das Svart wird am nördlichen Polarkreis liegen. Mehr lesen...

Quelle & Recherche: theexplorer.no







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