Was tun, wenn Sie jetzt gerade auf Jobsuche sind?

Aktualisiert: 25. Apr 2020

Veröffentlicht am 21. März 2020 LinkedIn

Diese Frage stelle ich mir momentan jeden Tag, jede Stunde. Denn meine Aufgabe ist es, Menschen zwischen zwei Jobs dabei zu unterstützen, eine gute neue berufliche Perspektive zu entwickeln.


Schon unter normalen Umständen ist das eine große Herausforderung. Das Alte ist zu Ende, das Neue liegt noch im Ungewissen. Eine anspruchsvolle Veränderung, die einer emotionalen Achterbahn gleicht. Und nun noch Corona. Wir wissen, dass es hart wird. Aber wir wissen nicht wie hart. Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung prognostiziert steigende Arbeitslosenzahlen, weiß aber auch nicht, von welchen Rahmenparametern auszugehen ist, um das Ausmaß zu berechnen.



Bei der Jobsuche ausgebremst. Stellensuchen werden gestoppt, Interviews abgesagt oder – und das ist noch der beste Fall – über Video geführt. Konferenzen und Branchentreffen, so wichtig für das Knüpfen von Kontakten, sind für die nächsten Wochen sämtlich abgesagt. Und so ließen sich die Scherben, die wir in den Beratungsgesprächen nun zusammensuchen, auf einen großen Haufen schichten.


Krise! Gerade las ich „Die Kraft liegt in mir“ von Tamara Dietl. Ihre Definition von Krise kommt mir wieder in den Sinn:


Eine Krise ist mehr als ein Problem. Eine Krise ist ein Ausnahmezustand. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die vertrauten Bewältigungsstrategien, die man bisher für das Lösen von Problemen parat hatte und die einem immer weitergeholfen haben, jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen. Ich überlege, was Möglichkeiten sein können, um in dieser Situation nicht jede Handlungsfähigkeit zu verlieren. Sind meine Gedanken perfekt? Auf gar keinen Fall, dennoch möchte ich sie hier teilen. Wir alle lernen jeden Tag, wie wir mit dem Unbekannten umgehen. Und gemeinsam sind wir klüger. Also hoffe ich auf eine lebhafte Diskussion.

1. Es gibt kein "weiter so"


Machen Sie sich bewusst, dass es „einfach weiter so“ nicht gibt. Mehr desselben hilft jetzt einfach nicht. Und auch der Plan B wird sich nicht so schnell zeigen. Halten Sie deshalb inne. Hören Sie in sich hinein. Was sagt Ihnen Ihre Menschlichkeit, Ihr Gefühl für angemessenes Handeln? Und werden Sie sich Ihrer Ressourcen bewusst. Was macht Sie stark? Worauf können Sie sich bei sich selbst verlassen? Welche Menschen und Erfahrungen geben Ihnen Kraft? Und nun werden Sie merken, dass Sie doch einige Dinge tun können.


2. Fragen Sie, wie Sie helfen können


Bleiben Sie eng an den Menschen aus Ihrem Netzwerk dran. Fragen Sie wie es geht, was Schwierigkeiten bereitet. Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie an den Ex-Kollegen, den ehemaligen Kunden, den Personalberater denken. In dem Maße, wie Sie Mitgefühl zeigen, wird es Ihnen selbst auch besser gehen. Netzwerken funktioniert momentan noch stärker über die sozialen Medien, über das Telefon und über digitale Kanäle. Sollten Sie dort noch nicht absolut fit sein: jetzt ist die Zeit, sich darum zu kümmern. Fragen Sie Menschen in Ihrem Netzwerk, wie Sie helfen können. Vielleicht können Sie Ihr Know How pro bono anbieten. Seien Sie sicher: man wird es Ihnen danken.


3. Welche Probleme, die momentan drücken, können Sie lösen


Fragen Sie sich welche Berechtigung Sie haben, auch in diesen Zeiten mit Ihrem Profil auf Entscheidungsträger zuzugehen. Sind Sie erprobter Krisenmanager? Kennen Sie sich mit Lieferketten aus und können dafür sorgen, dass diese nicht reißen oder wieder zusammengefügt werden? Was schon immer in Bewerbungssituationen galt, ist nun noch viel wichtiger: Finden Sie heraus, welchen Nutzen Sie in dieser Situation stiften können. Wenn Sie einen sinnvollen Ansatz gefunden haben, gehen Sie auf Entscheider zu – im richtigen Ton und mit dem Verständnis für die gegenwärtige Situation.


4. Machen Sie sich einen Vorteil zu Nutze


Spielen Sie Ihren Vorteil aus, und sei er auch noch so klein. Verständlich, dass die Wechselbereitschaft in diesen Tagen rasant abnimmt. Wenige werden bereit sein, einen Job aufzugeben, um in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Anders Sie: Sie sind bereit, Sie sind verfügbar und bereit, eine offene Position zu füllen. Manchen Personalberater wird es freuen, dieses Bekenntnis von Ihnen zu hören.


Nehmen Sie sich nicht aus dem Spiel. Bleiben Sie drin, aber eben anders. Aufmerksam für andere, mit einem Gespür für behutsame Schritte und nah an den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe – nämlich der Entscheider in Unternehmen. Und sorgen Sie gut für sich selbst.


Caterine Schwierz Partner bei von Rundstedt | Expertin für moderne Karrieren | Netzwerke auf Executive Level...


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